13.00 - 14.00 Uhr Vortrag
„Lieferkettengesetz - Für einen Handel mit gutem Gewissen“ - Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Lübeck


Lieferkettengesetz

 Die Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Lübeck stellt die Ziele der Lübecker Initiative Lieferkettengesetz vor. Überall auf der Welt leiden Mensch und Natur unter gewissenlosen Geschäften deutscher Unternehmen. Fehlender Brandschutz in einer Zulieferfabrik des Textil-Discounters KiK kostete 250 Menschen das Leben. Während eines Streiks in einer Platin-Mine in Südafrika wurden 34 Arbeiter erschossen - BASF macht weiterhin Geschäfte mit dem Betreiber.

Bei der Veranstaltung werden wir verdeutlichen, warum es in Deutschland ein Lieferkettengesetz geben und was es beinhalten muss, damit skrupellose Geschäftemacherei nicht mehr lukrativ ist. Kerngedanke: Wer Schaden anrichtet, muss die Verantwortung dafür übernehmen!

Andere europäische Länder haben bereits entsprechende Gesetze verabschiedet, etwa zum Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit in Lieferketten. Das braucht es auch in Deutschland. Verantwortlich wirtschaftende Unternehmen haben durch ein solches Gesetz nichts zu befürchten.

Auch in Lübeck sind Menschen aktiv geworden. Im Februar 2020 hat sich die Lübecker Intiative Lieferkettengesetz (LILi) gegründet und ist seither mit unterschiedlichen Verbündeten aktiv. Die Veranstaltung ist für all diejenigen, die mehr darüber erfahren und sich beteiligen möchten.



Über Fairtrade Stadt LübeckFairtrade

Seit 2011 trägt Lübeck den Titel Fairtrade Stadt und hat sich damit der weltweiten Kampagne der Fairtrade Towns angeschlossen, die ursprünglich in England entstanden ist. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe und des Vereins Fairtrade Stadt Lübeck setzen sich vor Ort dafür ein, den fairen weltweiten Handel aktiv zu unterstützen und durch Öffentlichkeitsarbeit auf die Problematiken unseres Konsums und Ressourcenverbrauchs hinzuweisen.

Produkte, die den Fairtrade Standards entsprechen, umfassen soziale, ökologische und ökonomische Kriterien, und beziehen sich dabei unter anderem auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und eine Vielzahl internationaler Abkommen. So erhalten Arbeiter*innen in den Fabriken und auf den Plantagen beispielsweise existenzsichernde Löhne, ausbeuterische  Kinderarbeit ist verboten. Auch stammen immer mehr Fairtrade Produkte erfreulicherweise aus biologischem Anbau - ohne Einsatz von Pestiziden.

Die Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Lübeck trifft sich regelmäßig einmal monatlich und ist mit zahlreichen Veranstaltungen, z.B. im Rahmen der Fairen Woche, bei Stadtfesten, beim PARKing Day und anderen Anlässen aktiv. Darüber hinaus gibt die Gruppe einen aktuellen Stadtplan heraus, in dem auf verschiedene Geschäfte und Gastronomiebetriebe mit Fairtrade Angeboten hingewiesen wird und weitere Akteure genannt werden. 

Weitere Infos: www.fairtrade-stadt-luebeck.de

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